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CO2-Bepreisung und eFuels

Die CO2-Bepreisung stellt sicher, dass die Kosten für die Emissionen von Treibhausgasen bei den Verursachern – Produzenten und Verbrauchern – anfallen. Auf diese Weise werden wichtige Anreize für die Entwicklung sauberer Energie gesetzt. Zur Beschleunigung des Übergangs von fossilen Brennstoffen zu nachhaltigen erneuerbaren Alternativen, wie z.B. eFuels, ist ein angemessener Preis von grundlegender Bedeutung. Die wichtigsten Instrumente zur Regulierung der CO2-Preisbildung in der Europäischen Union sind die Energiesteuerrichtlinie (ETD) und das Emissionshandelssystem (ETS).

Kernargumente

Die eFuel Alliance begrüßt die Überarbeitung der ETD als wichtigen Schritt zur Reduzierung der CO2-Emissionen und zum Erreichen der ehrgeizigen europäischen Klimaziele. Besser wäre es jedoch, eine Steuer zu erheben, die sich an den CO2-Emissionen der Energieträger orientiert und nicht, wie von der EU-Kommission vorgeschlagen, an deren Energiegehalt. Dies würde es ermöglichen, den CO2-Fußabdruck von Energieträgern in der ETD besser wiederzugeben und erneuerbare von fossilen Kraftstoffen klar zu unterscheiden. Positiv zu vermerken ist die vorgeschlagene Angleichung der Steuersätze für Strom und Kraftstoffe, die wir nachdrücklich unterstützen. Auf diese Weise können ein fairer Wettbewerb und gleiche Wettbewerbsbedingungen zwischen den verschiedenen Mobilitätsoptionen gewährleistet werden. Positiv sind die niedrigen Mindeststeuersätze für eFuels und die klare Unterscheidung zwischen ihnen und den Steuersätzen für fossile Kraftstoffe. Eine solche steuerliche Unterscheidung zwischen erneuerbaren und konventionellen, fossilen Kraftstoffen ist unabdingbar, um einen Lenkungseffekt weg von fossilen Energieträgern zu erzielen, Anreize für die großflächige Produktion von erneuerbaren Energien zu schaffen und deren preisliche Wettbewerbsfähigkeit mit den fossilen Pendants zu beschleunigen. 

Wir begrüßen die Überarbeitung des Emissionshandelssystems sowie seine Ausweitung auf Verkehr und Gebäude als technologieoffenen und marktbasierten Ansatz. Die Aufnahme von Wasserstoffelektrolyse in den Anwendungsbereich des ETS war ein begrüßenswerter Schritt, um kostenlose Zertifikate für die Produktion von Wasserstoff durch Elektrolyseanlagen statt auf der Basis von Erdgas bereitzustellen. Dies ist ein wichtiges Signal für die Defossilisierung, da diese kostenlosen Zertifikate verkauft werden können, um die im Vergleich zur Wasserstofferzeugung aus fossilen Kraftstoffen höheren Betriebs- und Investitionskosten zu kompensieren. Darüber hinaus legt das ETS einen Nullemissionsfaktor für eFuels im Einklang mit den Nachhaltigkeits- und Treibhausgas-Kriterien der Erneuerbare-Energien-Richtlinie fest, um deren Kohlenstoffneutralität zu berücksichtigen. Somit schafft das ETS Anreize für die Verwendung von eFuels und die Produktion von grünem Wasserstoff. Wir empfehlen, das ETS weiterzuentwickeln, um negative Emissionen zu integrieren und Anreize für die Kohlenstoffabscheidung zu schaffen. Wenn Kohlenstoff zu einer handelbaren Ressource wird, ebnet dies den Weg zu einem Kreislaufsystem für Kohlenstoff.
 
Nicht zuletzt werden die Einnahmen aus dem ETS zur Finanzierung von eFuel-Projekten verwendet. Dies geschieht über den Innovationsfonds, aber auch über spezielle Programme für die Luft- und Schifffahrtsindustrie sowie über die Europäische Wasserstoffbank. Die eFuel Alliance begrüßt diese Programme. Wir empfehlen, den Preisunterschied zwischen erneuerbaren und fossilen Energieträgern gezielt zu verringern, um die Wettbewerbsfähigkeit von erneuerbaren Kraftstoffen zu erhöhen. Außerdem empfehlen wir die Verlängerung und Aufstockung der Mittel für diese Programme. Darüber hinaus sollte die Europäische Kommission einen speziellen Mechanismus für Importe von eFuels aus Drittländern einrichten, der auf den Erfahrungen des H2Global-Programms aufbaut.

Unsere Empfehlungen

  • Die Verhandlungen über die Energiebesteuerungsrichtlinie ETD müssen zeitnah abgeschlossen werden.
  • Eine technologieneutrale steuerliche Begünstigung von klimafreundlichen Energieträgern sollte eingeführt werden.
  • Förderprogramme zur Unterstützung der Projektrealisierung von RFNBOs sollten beibehalten und ausgebaut werden.
  • Gezielte Maßnahmen zur Förderung des Imports von Wasserstoff und Wasserstoffderivaten aus Drittländern sollten eingeführt werden.

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