Der Beitrag von eFuels zur Energieversorgung
Die Versorgung der Europäerinnen und Europäer mit einer sicheren, nachhaltigen, unter Wettbewerbsbedingungen erzeugten und bezahlbaren Energie ist eine große Herausforderung der Europäischen Union (EU). Auf der einen Seite muss eine sichere, mit minimalen externen Anfälligkeiten versehene Versorgung gewährleistet werden und auf der anderen Seite der Energiesektor umweltfreundlich werden, um die Klimaneutralität der Wirtschaft bis zum Jahr 2050 zu erreichen.

Quelle: Globaler PtX-Potenzialatlas
Die Reserven der fossilen Energieträger sind zum größten Teil auf wenige Regionen der Welt konzentriert, was die Abhängigkeit von einzelnen Staaten erhöht. Das Potential Erneuerbarer Energien hingegen ist deutlich diverser verteilt. Erneuerbarer Strom lässt sich aber nur schwer speichern und über weite Strecken transportieren. Daher ist die Umwandlung in chemische Energieträger wie eFuels notwendig, um das globale Potential auszuschöpfen. Hierzu muss so schnell wie möglich eine planbare, langfristige Nachfrage durch europäische Regulierungen angereizt werden, die aktuell im Rahmen des Green Deals in Brüssel diskutiert und entschieden werden.

Nachfrageanreize in der RED
Die europäische Nachfrage nach klimafreundlichen Energieträgern kann durch eine ambitionierte Ausgestaltung der Erneuerbare-Energien-Richtlinie (RED) erreicht werden. Wir fordern eine Erhöhung der Gesamtquote auf 20% THG-Minderung im Verkehr und eine Mindestquote für grünen Wasserstoff und eFuels von 5% im Jahr 2030. Diese Erhöhungen werden zu Milliardeninvestitionen des Privatsektors in den notwendigen industriellen Ausbau einer erneuerbaren Energieerzeugung insbesondere an internationalen Spitzenstandorten und daraus hergestellter synthetischer Kraftstoffe führen. 5 % eFuels auf dem europäischen Kraftstoffmarkt würden 60 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr einsparen. Dieses Ziel wird auch im RePowerEU-Plan der Europäischen Kommission empfohlen.

Nachfrageanreize in der CO2-Flottenverordnung
Eine Anrechnung von erneuerbaren Kraftstoffen in der CO2-Flottenregulierung für neue Pkw, leichte und schwere Nutzfahrzeuge würde ermöglichen, dass die Automobilindustrie zusätzliche Mengen, die über die RED hinaus gehen, für schwer zu elektrifizierende Anwendungen nachfragen könnte. Damit würden weitere notwendige Zukunftsinvestitionen getätigt werden.
